Wie man gewinnt: Tipps für Anfänger

Zehn einfache Gewohnheiten, die Ihnen sofort mehr Siege bringen: von der Prüfung der Drohungen bis zu den richtigen Abtauschen und dem Endspiel

  • Anfänger
  • Für Einsteiger
  • 3 Min. Lesezeit
Inhalt
  1. 1. Fragen Sie sich vor jedem Zug: Was will der Gegner?
  2. 2. Vor dem eigenen Zug: „Schachs, Schlagzüge, Drohungen“
  3. 3. Lassen Sie keine Figuren ungedeckt
  4. 4. Entwickeln Sie Figuren, statt eine herumzujagen
  5. 5. Zählen Sie das Material
  6. 6. Mit Materialvorteil — tauschen
  7. 7. Nicht hetzen
  8. 8. Beherrschen Sie das Mattsetzen
  9. 9. Im Endspiel ist der König eine Kampffigur
  10. 10. Geben Sie nicht zu früh auf
  11. Und vor allem: Analysieren Sie Ihre Partien

Ein Geheimnis, das den Sieg garantiert, gibt es nicht. Aber es gibt Gewohnheiten, die einen denkenden Schachspieler von jemandem unterscheiden, der „einfach Figuren schiebt“. Hier die wichtigsten.

1. Fragen Sie sich vor jedem Zug: Was will der Gegner?

Schauen Sie sich den letzten Zug des Gegners an. Was greift er an? Hat er ein Schach, einen Schlagzug, eine Mattdrohung? Diese Prüfung bewahrt vor den meisten Patzern.

2. Vor dem eigenen Zug: „Schachs, Schlagzüge, Drohungen“

Prüfen Sie, ob Sie Schachs, Schlagzüge oder direkte Drohungen haben. Der Gewinnzug liegt oft offen da, wird aber übersehen.

3. Lassen Sie keine Figuren ungedeckt

Eine ungedeckte Figur ist das erste Ziel eines taktischen Schlags. Besonders gefährlich sind ungedeckte Figuren auf einer Linie mit König oder Dame: Das ist eine fertige Gabel oder Fesselung.

a8b7c6d5e4f3g2h1
Der Springer bietet Schach und greift gleichzeitig den Turm an. Der Turm geht verloren.

4. Entwickeln Sie Figuren, statt eine herumzujagen

Bringen Sie zu Beginn der Partie Springer und Läufer heraus und rochieren Sie. Ziehen Sie nicht oft mit derselben Figur und bringen Sie die Dame nicht früh heraus — siehe „Eröffnungsregeln“.

5. Zählen Sie das Material

Rechnen Sie vor einem Abtausch, was Sie geben und was Sie bekommen. Springer und Läufer sind je etwa drei Bauern wert, ein Turm fünf, eine Dame neun („Wie die Figuren ziehen“).

6. Mit Materialvorteil — tauschen

Haben Sie mehr Figuren, sind Abtausche gut für Sie: Je weniger Figuren auf dem Brett, desto deutlicher wirkt das Mehrmaterial. Liegen Sie zurück, vermeiden Sie Abtausche und suchen Sie Gegenspiel.

7. Nicht hetzen

Einen guten Zug gefunden? Suchen Sie einen besseren. Schachspieler nennen das „auf den Händen sitzen“: Greifen Sie nicht nach einer Figur, bevor Sie sich endgültig entschieden haben.

8. Beherrschen Sie das Mattsetzen

Viele gewonnene Partien enden remis, weil der Spieler nicht mit dem Turm mattsetzen kann oder ein Patt zulässt. Lernen Sie die einfachen Matts.

9. Im Endspiel ist der König eine Kampffigur

Sind die Damen getauscht, droht dem König kein Matt mehr. Führen Sie ihn ins Zentrum: Im Endspiel ist der König eine starke und aktive Figur („Endspiel“).

10. Geben Sie nicht zu früh auf

Auch der Gegner kann Fehler machen. Suchen Sie bis zum Schluss nach Chancen — ziehen Sie aussichtslose Stellungen aber auch nicht ewig hin: Manchmal ist es ehrlicher, aufzugeben und eine neue Partie zu beginnen.

Und vor allem: Analysieren Sie Ihre Partien

Suchen Sie nach dem Spiel die Fehler: Ihre eigenen und die des Gegners. So macht Sie jede Partie stärker, auch eine verlorene.