Eine Gabel ist ein taktisches Mittel, bei dem eine Figur zwei (oder mehr) gegnerische Figuren gleichzeitig angreift. Beide in einem Zug zu schützen ist meist unmöglich, und eine geht verloren.
Gabeln kann jede Figur machen, meist spricht man aber vom Springer und vom Bauern.
Die Springergabel
Der Springer greift „über Köpfe hinweg“ und von unerwarteten Feldern an, deshalb sind seine Gabeln besonders tückisch. Am gefährlichsten ist eine Gabel mit Schach: Der Gegner muss dem Schach ausweichen, und die zweite Figur geht verloren.
Eine Springergabel auf König und Dame heißt „Familiengabel“ — der Verlust der Dame entscheidet meist die Partie.
Die Bauerngabel
Der Bauer ist weniger wert als jede Figur, deshalb gewinnt seine Gabel fast immer Material: Jede angegriffene Figur ist wertvoller als ein Bauer.
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Wie man Gabeln findet
- Achten Sie auf ungedeckte gegnerische Figuren und auf Figuren, die auf einer Linie oder einen Springerzug voneinander entfernt stehen.
- Suchen Sie Felder, von denen Ihre Figur zwei Ziele angreift — besonders Springerfelder in der Nähe von König und Dame des Gegners.
- Denken Sie daran: Eine Gabel wird oft durch ein Opfer vorbereitet, das die gegnerischen Figuren auf „gabelbare“ Felder zwingt.
Die Gabel ist ein Sonderfall des Doppelangriffs.