Inhalt
Die Regeln lernt man an einem Abend. Gut spielen zu lernen ist eine Sache von Monaten und Jahren. Hier ein Plan, mit dem man nicht den Faden verliert.
Schritt 1. Die Regeln
Beginnen Sie mit der Rubrik „Regeln“: Brett, Grundstellung, Gangart der Figuren, Schach und Matt, Rochade, Schlagen en passant, Patt. Prüfen Sie sich: Könnten Sie diese Regeln jemand anderem erklären?
Schritt 2. Einfache Matts
Lernen Sie, einen einzelnen König mattzusetzen — zuerst mit der Dame, dann mit dem Turm. Das ist die Grundlage, ohne die man nicht einmal eine gewonnene Partie gewinnt:
Schritt 3. Eröffnungsgrundsätze
Varianten auswendig lernen ist nicht nötig. Drei Regeln genügen: Zentrum besetzen, Figuren entwickeln, rochieren. Ausführlich im Artikel „Eröffnungsregeln für Anfänger“.
1. 2. 3. 4.
Schritt 4. Taktik
Die meisten Anfängerpartien entscheidet die Taktik: Gabeln, Fesselungen, Doppelangriffe. Lösen Sie jeden Tag Aufgaben, wenigstens 10–15 Stück. Beginnen Sie mit der Rubrik „Begriffe“: Gabel, Fesselung, Doppelangriff.
Schritt 5. Spielen
Spielen Sie gegen echte Gegner und online. Anfängern liegen längere Partien besser — ab 10–15 Minuten pro Spieler: Im Blitz hat man keine Zeit zum Nachdenken, also lernt man auch nichts.
Schritt 6. Analysieren Sie Ihre Partien
Suchen Sie nach jeder Partie die Stelle, an der Sie einen Fehler gemacht haben. Das geht mit einem Trainer oder mit dem Computer auf dem Analysebrett oder auf Lichess. Eine analysierte Partie bringt mehr als zehn blind gespielte.
Wie lange es dauert
Wer 3–4 Mal pro Woche eine halbe bis eine Stunde übt, schlägt nach einigen Monaten sicher alle, die nur „wissen, wie die Figuren ziehen“. Danach führt der Weg zu offiziellen Spielstärkeklassen und Titeln.
Und das Wichtigste: Schach soll Freude machen. Ist das Interesse weg, machen Sie eine Pause oder wechseln Sie die Form: Lösen Sie Aufgaben, schauen Sie Partien der Weltmeister an, lesen Sie die Enzyklopädie.