Die Sonneborn-Berger-Wertung

Wie die Sonneborn-Berger-Wertung in Rundenturnieren berechnet wird: die Punkte der besiegten Gegner plus die Hälfte der Punkte der Remisgegner. Ein Rechenbeispiel

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Inhalt
  1. Wie man sie berechnet
  2. Beispiel
  3. Wann sie angewendet wird

Die Sonneborn-Berger-Wertung ist eine Feinwertung für Rundenturniere, in denen jeder gegen jeden spielt. Sie zeigt, gegen wen ein Spieler seine Punkte geholt hat: Siege gegen starke Gegner zählen mehr als gegen schwache.

Wie man sie berechnet

Die Sonneborn-Berger-Wertung eines Spielers ist:

  • die Summe der Punkte aller Gegner, gegen die er gewonnen hat,
  • plus die Hälfte der Punkte der Gegner, gegen die er remis gespielt hat.

Niederlagen bringen nichts.

Beispiel

Ein Turnier mit vier Teilnehmern, jeder hat drei Partien gespielt:

ABCDPunkte
A—½1½2
B½—½12
C0½—11½
D½00—½

A und B haben je 2 Punkte. Wir berechnen die Wertung:

  • A gewann gegen C (1½ Punkte) und spielte remis gegen B (Hälfte von 2 = 1) und D (Hälfte von ½ = ¼). Zusammen: 1½ + 1 + ¼ = 2¾.
  • B gewann gegen D (½ Punkt) und spielte remis gegen A (Hälfte von 2 = 1) und C (Hälfte von 1½ = ¾). Zusammen: ½ + 1 + ¾ = 2¼.

Den ersten Platz belegt A: Sein Sieg war gegen einen stärkeren Gegner.

Wann sie angewendet wird

Die Sonneborn-Berger-Wertung wird in Rundenturnieren verwendet, meist nach dem direkten Vergleich. Die Reihenfolge der Feinwertungen steht vorab in der Turnierordnung. Für Turniere nach Schweizer System eignet sich die Buchholz-Wertung besser.

Weitere Wege, die Plätze zu verteilen, beschreibt der Artikel „Der Tiebreak“.