Zugzwang ist eine Stellung, in der jeder Zug die Lage des Spielers verschlechtert. Könnte man passen, wäre alles in Ordnung, doch nach den Regeln muss man ziehen.
Zugzwang kommt am häufigsten im Endspiel vor, wenn wenige Figuren auf dem Brett stehen und die Spieler kaum nützliche Züge haben.
Gegenseitiger Zugzwang
Besonders interessant ist der gegenseitige Zugzwang: eine Stellung, in der verliert, wer am Zug ist.
In dieser Stellung sind die Bauern blockiert, ziehen können nur die Könige. Doch sobald ein König wegzieht, bleibt sein Bauer ungedeckt und wird geschlagen.
- Ist Weiß am Zug, verliert es den Bauern e4.
- Ist Schwarz am Zug, verliert es den Bauern e5.
1.
Zugzwang in Bauernendspielen
Das Thema Zugzwang hängt eng mit der Opposition und dem Dreiecksmanöver zusammen: Mit ihrer Hilfe „gibt“ ein Spieler den Zug an den Gegner ab und bringt ihn in Zugzwang.
Zugzwang im Mittelspiel
Gelegentlich entsteht Zugzwang auch bei vielen Figuren: wenn alle Figuren einer Seite an die Verteidigung gebunden sind und jeder Zug die Abwehr zerstört. Solche Partien gelten als Meisterwerke des Positionsspiels.
Wie man ihn nutzt
Hat der Gegner nur wenige nützliche Züge, handeln Sie nicht überstürzt — manchmal ist der beste Zug ein Wartezug: Machen Sie einen neutralen Zug und überlassen Sie es dem Gegner, seine Stellung selbst zu verschlechtern.