Das Dreiecksmanöver

Das Dreiecksmanöver: ein Königsmanöver, mit dem man einen Zug „verliert“ und das Zugrecht an den Gegner abgibt. Ein wichtiges Mittel in Bauernendspielen

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Inhalt
  1. Wozu das nötig ist
  2. Wie es funktioniert
  3. Wo es vorkommt
  4. Ein Tipp

Das Dreiecksmanöver (Triangulation) ist ein Königsmanöver im Endspiel, bei dem der König in drei Zügen drei Felder umrundet, die ein Dreieck bilden, und auf sein Ausgangsfeld zurückkehrt. Danach steht dieselbe Stellung auf dem Brett, aber der Gegner ist am Zug.

Wozu das nötig ist

In Bauernendspielen gibt es oft gegenseitigen Zugzwang: Wer ziehen muss, verliert. Entsteht so eine Stellung, während Sie am Zug sind, wäre es schön, zu „passen“ — doch das erlauben die Regeln nicht. Das Dreiecksmanöver löst das Problem: Der König verbraucht einen zusätzlichen Zug, und der Gegner kann nicht dasselbe tun.

Wie es funktioniert

Das Manöver ist möglich, wenn Ihr König mehr Bewegungsfreiheit hat als der gegnerische:

  1. Ihr König kann über drei benachbarte Felder ziehen, die ein Dreieck bilden, und dabei alle Aufgaben behalten (zum Beispiel einen Bauern decken).
  2. Der gegnerische König ist an zwei Felder gebunden: Er kann nur hin und her pendeln.
  3. Sie umrunden das Dreieck in drei Zügen, der Gegner macht in derselben Zeit drei Züge zwischen zwei Feldern — und gerät „aus dem Takt“.

Danach wiederholt sich die Stellung, aber nun ist der Gegner am Zug und steht im Zugzwang.

Wo es vorkommt

  • In Endspielen König und Bauer gegen König und Bauer.
  • In Stellungen, in denen man die Opposition erobern muss, der Gegner sie aber hält.
  • In Endspielen Dame gegen Bauer und in manchen Turmendspielen.

Ein Tipp

Das Dreiecksmanöver ist nach einer Beschreibung schwer zu verstehen: Nehmen Sie ein Brett und erarbeiten Sie das Thema mit einem Trainer an konkreten Stellungen. Zuerst sollten Sie die Opposition und die Quadratregel sicher beherrschen.