Die Rochade

Wie man kurz und lang rochiert, wann die Rochade verboten ist und warum man den König überhaupt in Sicherheit bringt. Der einzige Zug, an dem zwei Figuren beteiligt sind

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  • Regeln
  • 2 Min. Lesezeit
Inhalt
  1. Was die Rochade ist
  2. Die kurze Rochade
  3. Die lange Rochade
  4. Wann man nicht rochieren darf
  5. Wie man richtig rochiert
  6. Wann man rochiert

Was die Rochade ist

Die Rochade ist ein besonderer Zug, bei dem König und Turm gleichzeitig ziehen. Der König zieht zwei Felder in Richtung des Turms, der Turm springt über den König und stellt sich neben ihn. Es ist der einzige Zug, bei dem sich zwei Figuren auf einmal bewegen.

Die Rochade erfüllt zwei Aufgaben: Sie bringt den König in eine sichere Ecke und den Turm näher ans Zentrum.

Die kurze Rochade

Die kurze Rochade geht zum Königsflügel. Der König zieht von e1 nach g1, der Turm von h1 nach f1 (bei Schwarz: e8–g8 und h8–f8). Notiert wird sie 0-0.

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1. 2. 3. 4.

Weiß hat Springer und Läufer aus dem Weg gezogen und rochiert kurz.

Die lange Rochade

Die lange Rochade geht zum Damenflügel. Der König zieht von e1 nach c1, der Turm von a1 nach d1 (bei Schwarz: e8–c8 und a8–d8). Notiert wird sie 0-0-0. Dafür müssen drei Felder frei sein: b1, c1 und d1.

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1. 2. 3. 4. 5.

Beide Seiten haben lang rochiert.

Wann man nicht rochieren darf

Die Rochade ist verboten, wenn:

  • der König schon einmal gezogen hat (auch wenn er zurückgekehrt ist);
  • der Turm, mit dem rochiert werden soll, schon gezogen hat;
  • zwischen König und Turm Figuren stehen;
  • der König gerade im Schach steht;
  • der König über ein vom Gegner angegriffenes Feld ziehen müsste;
  • der König ins Schach geraten würde.

Wichtig: Der Turm darf über ein angegriffenes Feld ziehen — das Verbot gilt nur für den König.

Wie man richtig rochiert

Zuerst nimmt man den König und setzt ihn zwei Felder weiter, dann den Turm. Nimmt man zuerst den Turm, kann das nach strengen Regeln als Turmzug gelten („berührt — geführt“).

Wann man rochiert

Meist rochiert man in den ersten 10 Zügen, sobald Springer und Läufer entwickelt sind. Ein König im Zentrum ist ein leichtes Ziel, besonders wenn sich Linien öffnen. Mehr dazu im Artikel „Eröffnungsregeln für Anfänger“.