Schlagen en passant

Die ungewöhnlichste Schachregel: Ein Bauer schlägt einen Bauern, der mit einem Doppelschritt an ihm vorbeigezogen ist. Wann das geht und wie man es notiert

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Inhalt
  1. Die Regel
  2. Beispiel
  3. Wie man es notiert
  4. Wozu diese Regel

Die Regel

Aus der Ausgangsstellung darf ein Bauer sofort zwei Felder ziehen. Überspringt er dabei ein Feld, das ein gegnerischer Bauer angreift, darf dieser ihn so schlagen, als hätte er nur ein Feld gezogen. Das ist das Schlagen en passant („im Vorbeigehen“).

Bedingungen:

  • der schlagende Bauer steht auf der fünften Reihe (bei Weiß) oder der vierten Reihe (bei Schwarz);
  • ein gegnerischer Bauer auf einer Nachbarlinie hat gerade einen Doppelschritt gemacht und steht nun daneben;
  • schlagen darf man nur sofort, im nächsten Zug. Verpasst man den Moment, verfällt das Recht.

Beispiel

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1. 2. 3.

Der schwarze Bauer zog d7–d5 an d6 vorbei, einem Feld, das der weiße Bauer e5 angreift. Weiß schlägt en passant.

Nach 2… d5 steht der schwarze Bauer neben dem weißen. Der weiße Bauer schlägt ihn und zieht dabei auf d6 — das Feld, das der schwarze Bauer „übersprungen“ hat. Der schwarze Bauer wird vom Brett genommen, obwohl er nie auf d6 stand.

Wie man es notiert

Das Schlagen en passant wird wie ein gewöhnliches Bauernschlagen notiert: exd6. Manchmal ergänzt man „e.p.“.

Wozu diese Regel

Früher zogen Bauern nur ein Feld weit. Als im 15. Jahrhundert der Doppelschritt erlaubt wurde, kam das Schlagen en passant hinzu, damit ein Bauer nicht ungestraft an einem gegnerischen Bauern vorbeiziehen kann.

Das Schlagen en passant ist ein beliebtes Thema von Schachaufgaben und Regelprüfungen. Damit Sie es in der Partie nicht vergessen, schauen Sie nach jedem Doppelschritt eines gegnerischen Bauern, ob einer Ihrer Bauern daneben steht.